HRV steht für Herzratenvariabilität. Gemeint
sind die winzigen Unterschiede im zeitlichen Abstand zwischen
zwei Herzschlägen. Deine Atmung nimmt sichtbar Einfluss auf
diesen Rhythmus, weshalb sich die HRV während einer geführten
Atemübung verändern kann.
Geführte Atemübungen schenken deinem Ein- und Ausatmen einen
ruhigen, gleichmäßigen Rahmen. Du erzwingst nichts, sondern
folgst einer sanften Zeitvorgabe und spürst, wie sich dein ganz
eigenes Tempo anfühlt.
Kohärenzatmung: fünf Sekunden einatmen, fünf Sekunden ausatmen.
Ein Atemzyklus von zehn Sekunden entspricht sechs Atemzügen in
der Minute. Genau dieser Bereich wurde in der Forschung zur
langsamen Atemführung besonders häufig untersucht. Eine Studie
fand die höchsten HRV-Werte zwischen fünf und sieben Atemzügen
pro Minute – einen einzigen, für alle Menschen und alle
HRV-Werte gleich idealen Rhythmus gibt es dabei aber nicht.
Ein Rhythmus – kein Versprechen.
5/5 ist also ein ruhiger Orientierungswert, keine feste Regel.
Wie gut sich ein Tempo für dich anfühlt und welcher Takt zu dir
passt, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Dieser Beitrag
ersetzt keine medizinische Beratung.